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Wikipedia zitiert:

Reifen, insbesondere solche aus Gummi, wie Vollgummi- oder Luftreifen, werden bei der Bewegung unter Belastung im Bereich der Auflagefläche in ihrem Querschnitt verformt. Der Durchmesser des Reifens nimmt dabei ab („Abplattung”) und seine Breite zu. Im weiteren Verlauf des Abrollvorgangs normalisiert sich der Querschnitt wieder. Dabei wird der Werkstoff gewalkt und durch die dabei entstehende Reibungswärme erwärmt. Die dabei geleistete Arbeit wird Walkarbeit genannt.
Die benötigte Kraft für das Walken des Reifens ist eine Komponente des Rollwiderstand, wirkt entgegen der Antriebskraft des Fahrzeuges und erhöht somit dessen Verbrauch. Die Walkarbeit wird in Joule gemessen. Die Schnelligkeit, mit der ein Autoreifen diese Wärme wieder abführen kann, ist ein Qualitätsmerkmal und wird in Klassen von A (sehr gut) bis C (langsam) eingeteilt.
Eine Erhöhung des Luftdrucks im Luftreifen, die Wahl einer härteren Gummimischung, eine Verstärkung des Reifenaufbaus oder Verringerung des Querschnitts reduziert das Walken und somit die Walkarbeit. Umgekehrt ist die Durchwalkung und somit die Erwärmung des Reifens höher, je niedriger der Luftdruck, je höher die Belastung und je weicher die Karkasse des Luftreifens. Bei extremen Geländefahrten ist dieser Effekt erwünscht, bei Strassenfahrten mit höheren Geschwindigkeiten kann er jedoch gefährlich werden und bis zum Platzen des Autoreifens führen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Walken#Reifen_eines_Fahrzeuges

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